Windows 10 – ein Kommentar

Normalerweise verlinke ich ja eher nicht auf Beiträge von Heise. Nicht, dass ich die schlecht finden würde – aber Newsseiten kann sich doch jeder selbst ansehen.

Dennoch mache ich heute eine Ausnahme – denn der Kommentar von Achim Barczok spricht mir aus der Seele. Da kann ich jeden Satz unterschreiben.

Kommentar: Ein Windows für alles ist ein Windows für niemanden

Spannend sind allerdings die mehr als 1000 Beiträge im Heise-Forum dazu. Nun ist das Heise-Forum sicherlich nicht von übermässiger fachlicher Kompetenz der Teilnehmer geprägt, jedoch spiegelt es durchaus die Mehrheit der „Home-User“ wieder. Und die sind nunmal zum Großteil Microsoft-gläubig. Das ist das eine. Das andere ist, dass sich die meisten davon nicht abbringen lassen. Linux wird als Alternative nicht zugelassen, Apple auch nicht. Die Argumente, die in diesem Forum ins Felde geführt werden, sind teilweise haarsträubend. Aber es ist halt wie bei allem im Leben – im Kopf gehts los. Erst wenn man seinen Horizont nicht zu sehr einengt, ist man auch für Alternativen offen.

Windows 10 wird für mich jedenfalls keine Alternative sein – und wenn ich heute, kurz nach der ersten Vorstellung dieses Betrübssystems, schon von Modifikationen lese, wie man das Startmenue an seine Bedürfnisse anpassen kann, dann muss ich sagen, sind wir alle der Zeit voraus. Ich hoffe nur, dass ich Windows 10 nicht in meinem Netz einsetzen muss – aber die Vorgaben meiner überregionalen Leitstelle stehen noch in den Sternen……

Allgemein

SysAdmin-Day 25.07.2014

Morgen ist Systems-Administrator-Appreciation-Day……. der letzte Freitag im Juli. Ein Tag, an dem man seinen Admins dankt. Sollte man jedenfalls……

Ich bin ziemlich sicher, dass wir morgen keinen Dank bekommen werden – von Geschenken ganz zu schweigen 😉
War ja bisher immer so – also was solls. WIR wissen, was wir leisten. So I don’t care…..
Aber vielleicht liest ja jemand meinen Beitrag, der darauhin seinem SysAdm ein kleines Geschenk macht…..

 

Nobody Notices what I do until I don’t do it“

 

Manjaro Linux – hochgelobt, doch leider…..

…bleibt es hinter meinen Erwartungen weit zurück – sehr weit. Manjaro ist leider unbenutzbar – zumindest in meiner Testinstallation – und es ist mir wieder einmal ein Rätsel wie so etwas sein kann ohne dass da noch andere Leute drüber stolpern (Update: Inzwischen läuft es – siehe Update am Ende des Artikels).
Doch wie kam es zu diesem niederschmetternden Urteil?

Seit Windows 8 werde ich im privaten Bereich immer häufiger nach Linux gefragt und immer mehr Freunde und Bekannte wollen Linux einsetzen. Einziger Nachteil: der dauerhafte Support, bzw. die Updateversorgung. Nimmt man nicht gerade eine LTS-Version von Ubuntu, müsste man im Prinzip sein System alle halbe Jahre neu installieren. Und das ist für den Normal-Anwender ein absolutes NoGo!  Kein Problem, gibt ja LTS-Versionen mit mehreren Jahren Updateversorgung. Soweit so gut – nur hat man da halt nicht immer die neueste Software. Man findet schon ein paar Nachteile einer solchen LTS-Version.

Da bieten sich also „Rolling Releases“ an. Das sind Versionen, die per Upgrade immer wieder erneuert werden, eine Neuinstallation ist somit überflüssig. Als Hinweis: die „üblichen“ Distributionen wie z. B. Ubuntu können theoretisch zwar ebenfalls per Upgrade erneuert werden, jedoch ist das nicht die empfohlene Vorgehensweise, sondern kann zu Problemen führen, bis hin zum Systemcrash. Auch wenn ich selbst schon Xubuntu erfolgreich und problemlos per Upgrade hochgezogen habe, sollte das ein „Normal-User“ nicht unbedingt machen…..
„Rolling Releases“ sind aber nun speziell dafür ausgelegt, dass man eben keine Neuinstallation bei Erscheinen eines neuen Releases der Distribution ausführt, sondern per Upgrade die vorhandene Installation beibehält und nur aktualisiert.

Seit Kurzem ist nun „Manjaro-Linux“ in aller Munde. Manjaro ist eine Abwandlung von Arch-Linux und ist eben ein solches Rolling Release, was es für mich interessant machte. Als ich von der neuen Version gelesen habe, und dass ein deutsches Entwicklerteam dahintersteht – und vor allem, dass es so toll sein sollte und Ubuntu den Rang streitig machen könnte (das wurde in diversen Artikel tatsächlich behauptet), musste ich das natürlich testen.

Ich hatte also im Januar die Manjaro Version 0.8.8 als 64bit-Version heruntergeladen. Heute kam ich dann endlich zum Test.

Die Installation von Manjaro war problemlos, der grafische Installer führt einen (wie gewohnt) durch die Installation. Beim Neustart – also dem ersten richtigen Start der installierten Manjaro-Version, war auch alles schick – der Start war sogar überraschend schnell auf meinem älteren Esprimo P5625.
Nur leider klappt das mit dem Deutsch noch nicht so ganz. Ach da kommt ja eine Meldung – es sind Sprachpakete verfügbar. Okay… also her damit. Ach nein, das System ist nicht auf dem aktuellsten Stand. Logisch. Ist ja frisch installiert – und die ISO dürfte vom November sein.
208 Aktualisierungen – okay – wenns denn sein muss. Aber die Downloadgröße von rund 460 MB brachte mich noch kurz ins Überlegen – schliesslich habe ich hier LTE und eine Trafficbegrenzung, die wir schon im letzten Monat fast erreicht hätten. Aber gut – ich will dieses System testen und wissen, ob ich es empfehlen kann. Also Download.

Die 208 Aktualisierungen wurden heruntergeladen und installiert. Doch halt – ein Fehler bei der Installation.

manjaro-error

Tja, und das wars dann. Mehrfacher Versuch, die Updates zu installieren, mehrfacher Versuch, den Pamac Paketmanager zu öffnen – und jedesmal Fehler Fehler Fehler. Im deutschen Manjaro-Forum hat sowas niemand beschrieben, und der „Normale Anwender“ schlägt sich mit englischen Foren nicht herum. Mein Anliegen ist es ja gerade, Manjaro als Anwender und nicht als SysAdmin zu testen. (Update:  Ich habe mich dann doch im Forum registriert und mal nachgefragt…. der Thread ist noch offen)

Durch diesen Fehler gibts also keine ordentliche deutsche Sprachunterstützung, denn die lässt sich nicht installieren. Die Softwareauswahl sieht ebenfalls mehr als traurig aus. Wer die Softwareverwaltung von Ubuntu kennt, der hat hier keine Chance, etwa ein paar simple Spiele aus den Repositories zu installieren, denn wer kennt schon die Paketnamen von Software?

Liebe Linux-Entwickler – und damit meine ich Euch alle, die ihr noch auf die alten Paketverwaltungen setzt-  mir ist klar, dass es alteingefahrene Wege sind. Doch der Normal-User kann damit nix anfangen. Genau wie die ganzen Wiki-Seiten, die nur zum geringsten Teil in Deutsch sind. Und dann soll da ein deutsches Team hinter der Entwicklung von Manjaro stehen?

Ich bin überzeugter Linux-Nutzer, und mein Beruf als IT-Admin eines Windoofs-Netzes zeigt mir täglich erneut, wie schön es doch ist, wenn man Linux nutzt. Aber – liebe Linux-Entwicklerteams – Ihr müsst endlich anfangen, anwenderfreundliche Systeme zu machen, die jedermann zu Hause einsetzen kann, ohne sich in die Tiefen der Shell zu begeben.
Ubuntus Softwareverwaltung ist z.B. der richtige Weg. Ein Xubuntu oder ein Linux Mint Cimarron kann ich bedenkenlos jedem Home-User empfehlen. Na gut… wenn die Upgrade-Problematik nicht wäre…..

Damit Linux den Windows-Systemen den Rang ablaufen kann, muss es erstmal ein simples System für Home-User geben. Manjaro hat den Ansatz dazu – aber mit dieser Paketverwaltung und derartigen Update-Fehlern kann es das nicht sein.

Update, 03.02.2014:

Inzwischen läuft Manjaro auf meinem Rechner. Das aber nur, dank des Manjaro-Forums, wo man mir relativ schnell klarmachte, dass man nur mit der grafischen Oberfläche nicht weit kommt. Schade eigentlich, aber andererseits ist pacman auf der Kommandozeile ein sehr mächtiges Tool.
Der Fehler bei der Installation lag also an einem veralteten Repository-Server, oder an der veralteten Config-Datei von pacman. Nun ist es ja aber so, dass die ISO schon im November herauskam – jetzt haben wir Februar. Sollte man nicht meinen, dass da schon andere Leute drüber gestolpert sind? Denn wenn der Server veraltete Pakete hat, dann muss er die ja schon vor dem Erscheinen der ISO gehabt haben, denn die sind ja neuer…..  sowas ist mir unverständlich.
Aber gut, Manjaro läuft – und das sogar recht flott auf meinem etwas älteren Esprimo Testrechner. Einzig die Softwareverwaltung bleibt ein Kritikpunkt in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Suche nach Software.

Wenn Scammer vom Tech-Support die falschen Leuten anrufen…

*ROFL* Ein sehr lesenswerter Artikel bei „How-to-Geek“ – wie eine Scammer-Truppe, die sich als Technischer Support von Windows ausgibt, bei dem Falschen anruft…….

http://www.howtogeek.com/180514/the-%E2%80%9Ctech-support%E2%80%9D-scammers-called-htg-so-we-had-fun-with-them/

Vom Spaßfaktor mal abgesehen ist das ein sehr interessanter Bericht über das Vorgehen. Natürlich sind Befehle wie „assoc“ oder „tree“ absolut lächerlich, aber das Ergebnis sieht wichtig aus und verwirrt wohl die meisten der unbedarften Benutzer….. dazu das Vierer-Team… also die geben sich schon Mühe. Wobei ich eigentlich nicht glaube, dass dieser Aufwand mit 175 $ abgegolten ist….. da steckt ja wohl noch mehr Abzocke dahinter, die der Autor aber nicht mehr erfahren durfte, da er wohl sein Lachen nicht mehr zurückhalten konnte…. verständlicherweise 🙂

Edit:
In den Kommentaren habe ich dann noch einen Link zu einem weiteren, ähnlichen Bericht gefunden:
http://www.reddit.com/r/talesfromtechsupport/comments/w79zp/i_got_one_of_those_scam_calls_today/
…. und da haben sich die Scammer selbst dann einen Berg Viren und Trojaner eingefangen…. falls der Bericht wahr ist… klingt aber recht realistisch 😉

Technische Ressourcen zum Supportende von Windows XP

Nun wird es langsam Zeit, sich von Windows XP zu verabschieden. Im April läuft der Support endgültig aus – und damit auch die Patchunterstützung. Sicher kann man XP danach auch noch weiterbetreiben, aber es wird für Internetanwendungen immer unsicherer und auch für alles andere immer instabiler.

Für alle, die sich jetzt (erst) mit dem Thema Umstellung/Migration befassen, gibt es im Microsoft Technet eine neue Infoseite. Dort finden Interessierte viele hilfreiche Ressourcen rund um die Migration auf eine neuere Windows-Version.
http://technet.microsoft.com/de-de/bb291022?it_product=windows-client&it_topic=xp-supportende

Die Frage ist natürlich, ob man sich eine neue Windows-Version antun will 😉
Wir haben zu Hause nur noch Linux im Einsatz; meine Frau hat Ubuntu LTS – und ich wechlse auf verschiedenen Rechnern immer mal wieder durch. Aktuell laufen Mint und Xubuntu in der aktuellsten Version. Daneben will ich demnächst noch Manjaro testen, das mir mit seiner Rolling-Release-Idee entgegenkommt. Denn ich bin ja immer hin und hergerissen zwischen Release-Upgrades und Neuinstallation. Denn so schön und sauber eine Neuinstallation ist, so aufwändig ist es doch immer wieder, die ganzen Programme nachzuinstallieren (wäre ja nicht sooo schlimm) – und vor allem dann noch die ganzen Einstellungen wieder vorzunehmen – bis alles wieder so ist, wie es sein sollte. Die Datenübernahme ist ja nix besonderes; Sicherung – und Sicherung zurückspielen…..

Windows 8.1 habe ich mir gestern das erstemal so richtig gegeben, da wir hier zwei Ultrabooks für die Geschäftsleitung konfigurieren mussten. Mein Kommentar zu Win 8.1 sind eigentlich nur zwei Worte:  AU WEIA!

Und wieder frage ich mich, wie Microsoft mit solchen Betrübssystemen Geld verdienen kann. Oder wäre die Frage eher, wie man sich freiwillig sowas antun kann?
Whatever – ich will das nicht.
Und im Bekannten- und Freundeskreis mehren sich ebenfalls die Anfragen nach Linux.

Firefox sicherer machen für Paranoiker

Kaum lese ich den unten gelinkten Artikel bei Golem über sichere Verschlüsselung, schon stolpere ich über einen Artikel bei Bitblokes, in dem eine mögliche Verbesserung der Firefox-Sicherheit propagiert wird. Ich schreibe absichtlich „mögliche“ Verbesserung, da man wohl geteilter Meinung über die Funktionalität des Ganzen ist. Hier wird einfach die schwache Verschlüsselung (RC4 und AES 128) abgeschaltet und nur noch die AES 256 genutzt. Soweit so gut – nur ist nicht ganz klar, welche Auswirkungen dies auf diverse SSL/HTTPS-Seiten hat. Schon in den Kommentaren kann man von Problemen lesen, auf der dort verlinkten Twitter-Seite es eigentlichen Tippgebers (Martin Gräßlin) finden sich dann noch einige andere skeptische Kommentare. Daher verlinke ich gerne auf diesen Sicherheistipp – möchte aber nicht versäumen, auf mögliche Problematiken hinzuweisen.

www.bitblokes.de/2013/09/security-tipp-von-mr-kwin-martin-graesslin-firefox-sicherer-machen/

Welche Verschlüsselung ist noch sicher?

Das werden sich nach den jüngsten Veröffentlichungen im NSA-Skandal viele fragen. Auf Golem.de hat Hanno Böck versucht, eine Antwort darauf zu geben. Ein interessanter Artikel für alle, die sich für die Sicherheit der verschiedenen Verschlüsselungsverfahren interessieren – und durchaus auch für Newbies in dem Bereich geeignet.

www.golem.de/news/verschluesselung-was-noch-sicher-ist-1309-101457.html