Prism-Break

Sag NEIN zu globalen Spionageprogrammen wie PRISM oder Tempora.
Stopp die Verfolgung Deiner Onlineaktivitäten durch Regierungen mit diesen freien Alternativen zu proprietärer Software.

https://prism-break.org/#de

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Gute Beschreibung dazu auch in diesem Blog, so dass ich mir weiteres an dieser Stelle einfach mal spare 😉

www.deesaster.org

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E-Mails verschlüsseln als Protest

Was wäre, wenn E-Mail-Verschlüsselung normal wäre? Wenn jeder seine E-Mails verschlüsseln würde?

Genau! Die ganzen Abhörjunkies hätten ein echtes Problem. Also machen wir das doch einfach. E-Mail-Verschlüsselung als Protest gegen die ganzen Abhör- und Lauschprogramme.

Klingt einfach? Ist es leider nicht so ganz. Trotzdem sollte Verschlüsselung normal werden – idealerweise über ein zentrales Trustcenter. Bei den deutschen Behörden wäre das alles kein Problem, da gibt es das bereits seit langem. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist oberstes Trustcenter für alle Behörden in Deutschland. Egal, was in den einzelnen Bundesländern noch an Unterorganisationen existiert, die verschlüsselte Kommunikation zwischen Behörden IST möglich. Mit S/MIME.

Ausserhalb des öffentlichen Bereiches ist es leider nicht so einfach. Könnte es aber. Es könnte nämlich genau so sein, wie bei Behörden. Aber nein, da wird ja mit DE-Mail herumgepfuscht, welches nach der jetzigen Bespitzelungsaffaire endgültig in die Unglaubwürdigkeit abgerutscht ist. „Wenn die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, dann werden sie auch genutzt!“ — und bei DE-Mail ist es technisch möglich, die verschlüsselte Mail auf dem Transportweg zu entschlüsseln. Nun wissen wir auch, warum das kein Bug, sondern ein Feature ist.

Nein, privat muss man schon auf PGP zurückgreifen. Leider für viele ein Buch mit 7 Siegeln, auch wenn es eigentlich gar nicht so kompliziert ist.

Ich habe beruflich beides im Einsatz – S/MIME-Zertifkate wie auch PGP, aber mit PGP werd ich trotzdem nicht richtig warm. Vielleicht liegt es an dem Einsatz der Software „Desktop-PGP“, welche mir vorgegeben wurde und die nicht wirklich mit S/MIME gleichzeitig zusammenarbeiten kann. Ganz abgesehen von dem Chaos, das es dann zusammen mit  Windows 7 und Outlook 2010 anrichtet.

Wir brauchen eine einheitliche Basis für Verschlüsselung und Signatur. Nur dann wird ein Schuh draus. DE-Mail ist es sicher nicht.

Verschlüsselung der Kommunikation ist ein Protest. Und sicher. Und sollte normal sein. Also los, worauf warten wir noch?

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/so-verschluesseln-sie-ihre-e-mails-mit-openpgp-a-909316.html

http://www.verbraucher-sicher-online.de/thema/e-mail-verschluesselung

http://wiki.piratenpartei.de/HowTo_Emails_verschl%C3%BCsseln_mit_PGP_mit_Thunderbird

 

24.07.2013:   Ergänzungslink

Verschlüsselte Mails mittels Thunderbird

Netzwerk Monitoring leichtgemacht

Schon immer war es mehr oder weniger aufwändig, sein Netz, bzw. die Netzwerkkomponenten ordentlich zu monitoren. An die früheren Zeiten mit telnet auf die Switche und Hubs will ich gar nicht zurückdenken.

Heute nutzt man Monitoring-Programme, die es wie Sand am Meeer im Web gibt – Freeware, Shareware und kostenpflichtige Vollversionen. Aus der Vielzahl dieser Programme das Richtige herauszufinden, ist eine mühsame Sache. Vor einigen Jahren stieß ich bei Recherchen bereits auf den PRTG-Network-Monitor, der in einer abgespeckten Version als Freeware erhältlich ist oder eben nach Anzahl der Sensoren, also der zu überwachenden Geräte, dann kostenpflichtig ist.

Natürlich habe ich auch einige andere Tools zur Netzwerküberwachung oder zum Monitoring bei Bedarf im Einsatz oder einfach nur getestet, das einzige, was seit Jahren aber schon ständig mitläuft und einzelne Netzwerkkomponenten dauerhaft monitort, ist der PRTG.

Früher auf einem Server, heute auf einem speziellen Netzwerk-Monitoring-PC installiert, lassen sich auf einfachste Art und Weise Sensoren erstellen, die dann ebenfalls wieder auf einfachste Art und Weise auszuwerten sind. Netzwerktraffic ist hierbei mein vorderstes Ziel, aber auch Server-Health oder Festplattennutzung der Server ist ein interessantes Monitoring-Feld.

Wer also ein solches Tool sucht, ist mit PRTG sicher nicht falsch beraten. Und wenn ich mit diesem Blogeintrag jetzt noch 30 anstelle der üblichen 10 freien Sensoren in der Freeware bekomme, dann will ich ja gar nix anderes mehr einsetzen 🙂

Webserver Last Test

 

Update 19.09.2013:

Testbericht bei CloudComputing Insider

Linux für alten Laptop

Nun hab ich hier ja noch so einen ollen Laptop von vor hundert Jahren rumstehen…. 366 MHz PII mit immerhin 64 MB RAM 😀

Der soll eigentlich als reine W-LAN-Surfstation dienen, wenn er zusätzlich noch einen Surfstick unterstützen würde, wäre das natürlich obergenial, aber die Hoffnung hab ich eigentlich schon aufgegeben. Wobei – es käme wohl auf einen Versuch an.

Derzeit wäre ich jedenfalls schon froh, wenn er überhaupt mal mit einem System läuft und WLAN machen würde.

Die bisherige Wahl fiel auf DSL – Damn Small Linux – welches ich aber in der Version von vor zwei Jahren nicht mit dem WLAN-USB-Stick von Netgear zum Laufen brachte.  Unter Ubuntu 10.04 lief der daheim am Desktoprechner problemlos.
Zwischenzeitlich hab ich einen Fritz-WLAN-Stick und jetzt ist der dran.

Ich hab mir zwar die neue DSL-Version gezogen, jedoch bin ich  nicht sicher, ob das damit funktioniert. Andere Linuxe, die ich getestet habe, haben kläglich beim Booten versagt, bis auf Quirky, ein Puppy-Linux-Derivat von Barry Kauler, das überaschenderweise hervorragend läuft (Live-CD) und mir deutlich moderner vorkommt als DSL, welches ja noch den 2.4er Kernel benutzt – Quirky benutzt den 2.6er.

Getestet wurden ausserdem wattOS R 3 und AntiX M8.5 – beides startet jedoch gar nicht erst. Weiterlesen

JMStV-2011 – Das Ende des deutschen Internets?

Nun, ganz so schlimm wird es wohl nicht kommen – wenn es denn überhaupt kommt. Allerdings kam gestern die Meldung durch, dass nun auch Nordrhein-Westfalen voraussichtlich dem neuen Jugend-Medien-Schutz Staatsvertrag zustimmen wird, obwohl die Grünen ja eigentlich dagegen stimmen wollten, aber sich offensichtlich dem Fraktionszwang unterwarfen. Völlig unverständlich und daher nur nachvollziehbar, dass heute Meldungen erscheinen, dass die Grünen jetzt doch noch die SPD anbetteln, über die Ablehnung nachzudenken.

Wie auch immer – wenn der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag durchgeht und verabschiedet wird, dürfte dies die Internetlandschaft – zumindest was deutsche Anbieter betrifft – grundlegend verändern. Denn es ist tatsächlich so, dass alle Anbieter von Internetinhalten, also im Prinzip jeder Blogger und Seitenbetreiber,  Ihre Contents auf Jugendgefährdung hin prüfen müssten, bzw. selbst klassifizieren (von 0 bis 18 Jahre…  juristisch ein Armageddon!).  Nachdem ja wohl fast jeder Inhalte hat, die nicht ab 0 Jahren freigegeben sein sollten – da reicht ein einfaches Bild vom Krieg – muss entweder ein Zugangsbeschränkungs-System nach Altersprüfung für seine Inhalte eingebaut werden, oder man läuft Gefahr, mit  hohen Strafen oder Abmahnkosten belegt zu werden.
Der eigentliche Witz an der Sache ist jedoch – es gibt bislang keine Software für ein solches Zugangsbeschränkungs-System.  Die beiden Alternativen dazu wären einmal eine zeitliche Beschränkung des Internetangebots (weil nachts keine Kinder im Netz surfen *andieStirnklatsch*) oder eine spezielle Markierung der Inhalte nach Altersstufe. Allerdings jeglichen Inhalts – aller Seiten, aller bisher veröffentlichten Seiten und Texte, etc. Dumm nur, dass es auch für diese Altersklassifikation keine geeignete Software, bzw. Kennzeichnung gibt.

Bisher.

Das alles ist aber nur ein Teil der neuen Vorschriften. Weiterhin gibt es die Auflage, im Impressum einen ständig verfügbaren Jugendschutzbeauftragten zu benennen (zumindest für gewerbliche Angebote – aber das ist ja auch der Fall, wenn man über Banner ein paar Cents verdient…) und noch einiges andere, auf das ich hier gar nicht näher eingehen möchte.

Das Ende des deutschen freien Internets, wie wir es bisher kennen?!

Durchaus möglich.  Es haben bereits einige große Blogs angekündigt, dass sie aufhören werden. Und spätestens nach der gestrigen Meldung, dass NRW vermutlich zustimmen wird, muss sich JEDER Blogger und Contentanbieter Gedanken darüber machen, ob und wie er weitermacht. Oder ob er alles löscht, was er bisher im Internet publiziert hat, ganz einfach um Abmahnungen und eventuelle Strafen zu vermeiden.

Einfach irre.

Und zur weiteren Information poste ich jetzt noch ein paar Links, denn wenn ich weiter über die Situation oder die Zukunft schreibe, wenn der JMStV am 01.01.2011 in Kraft treten sollte, dann muss ich mich einfach nur noch tierisch aufregen. Wer ist für diesen Schwachsinn eigentlich verantwortlich?

Weiterführende Links:

Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV
Dieser Artikel richtet sich an alle in Deutschland, die im Internet Inhalte anbieten. Seien es private Blogs oder große Social Networks. Sie alle müssen sich ab dem 1. Januar 2011 mit dem in Kraft tretenden neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) befassen.

Heise:  Blog macht wegen neuem Jugendschutzgesetz dicht

Der Pottblog bringt viele Meldungen zum Thema

FAQ -Freiwillige Selbstkontrolle der Multimedia-Anbieter (die am neuen Staatsvertrag sicherlich gut verdienen würden!)

Social Media Recht Blog

Der JMStV: Gesetzestext – Erläuterung – Begründung

Zum heutigen Zeitpunkt – nach dem heutigen Stand der Dinge –  kann man nur hoffen, dass sich doch noch jemand findet, der gegen den Staatsvertrag stimmt. Wir haben ansonsten eine völlig unklare Rechtslage sowie eine völlig unklare Kennzeichnungs-Situation, die mit Sicherheit von gerissenen Abmahnanwälten ausgenutzt werden wird, um richtig Kohle zu machen und die kleinen privaten Seitenbetreiber abzuzocken wo es nur geht.

Und dafür hat niemand von uns genug Geld über. Also doch das Ende?

Update – 02.12.2010

Nun gut, inzwischen wurde viel diskutiert, und ich muss mich wohl insofern revidieren, als dass die Alterskennzeichnung erst ab 12 erfolgen muss, und dass es einen Jugendschutzbeauftragten nur braucht, wenn man Inhalte ab 12 Jahren anbietet.

Dennoch bleibt die grundlegende Frage, ob das alles so machbar ist. Und die einhellige Meinung ist – nein.

Ich verlinke hier nochmal auf ein paar interessante Blogs zum Thema, die sich mit der rechtlichen Seite auseinandersetzen:

RA Udo Vetter mit einer Einschätzung:
Blogger können leidlich gelassen bleiben

Der Pottblog dazu: 
Warum Udo Vetter und Robert Basic sich in Sachen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – JMStV- und die Auswirkungen auf Blogs irren

Und auch Netzpolitik.org dazu und weiterführend
JMStV aus juristischer Sicht: Wer will nochmal, wer hat noch nicht?

 

Ausserdem:
Experiment zur Alterseinstufung von Webseiten
und warum Hundebilder von einer Tierheim-Webseite ab 18 sind.