Java 8 im Netz verteilen

Java Version 7 kommt in die Jahre….. äh, ans Ende der Laufzeit sozusagen 🙂 Nach dem nächsten Update ist Schluss. Dann brauchts Java 8. Ich wollte das jetzt schon upgraden und bin ganz böse auf die Nase gefallen…..  die Verteilung per GPO funktioniert nicht mehr, die Verteilung über unser Kaspersky-Center ebenfalls nicht. Mit Java 8, insbesondere 8u20 hat sich so einiges geändert.

Google war mein Freund – und mit viel Zeit und ausprobieren habe ich nun eine Lösung gefunden…. schön ist es nicht. Aber es klappt erstmal.

Die Problematik zusammengefasst:

– Java 8 hat nur noch eine einzige MSI in der alles enthalten ist.
– die MSI lässt sich nicht direkt installieren.
– die EXE lässt sich nicht remote (weil Systemaccount und dadurch Probleme mit 32 und 64bit) installieren
– die MSI aus der EXE zu extrahieren wird von Oracle offiziell nicht unterstützt und wird möglicherweise auch komplett abgeschafft
– die offizielle MSI kostet 100 $ mit Mindestabnahme von 100 Lizenzen = 10.000 $ (dazu jährlich 22$)
– Java 8 kann 7er Versionen nicht deinstallieren wenn „silent“ ausgeführt
(siehe auch https://ictschule.wordpress.com/2014/10/27/java-32bit-exe-auf-64bit-windows-verteilen-schlgt-fehl/ )

Also was tun?

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Manjaro Linux – hochgelobt, doch leider…..

…bleibt es hinter meinen Erwartungen weit zurück – sehr weit. Manjaro ist leider unbenutzbar – zumindest in meiner Testinstallation – und es ist mir wieder einmal ein Rätsel wie so etwas sein kann ohne dass da noch andere Leute drüber stolpern (Update: Inzwischen läuft es – siehe Update am Ende des Artikels).
Doch wie kam es zu diesem niederschmetternden Urteil?

Seit Windows 8 werde ich im privaten Bereich immer häufiger nach Linux gefragt und immer mehr Freunde und Bekannte wollen Linux einsetzen. Einziger Nachteil: der dauerhafte Support, bzw. die Updateversorgung. Nimmt man nicht gerade eine LTS-Version von Ubuntu, müsste man im Prinzip sein System alle halbe Jahre neu installieren. Und das ist für den Normal-Anwender ein absolutes NoGo!  Kein Problem, gibt ja LTS-Versionen mit mehreren Jahren Updateversorgung. Soweit so gut – nur hat man da halt nicht immer die neueste Software. Man findet schon ein paar Nachteile einer solchen LTS-Version.

Da bieten sich also „Rolling Releases“ an. Das sind Versionen, die per Upgrade immer wieder erneuert werden, eine Neuinstallation ist somit überflüssig. Als Hinweis: die „üblichen“ Distributionen wie z. B. Ubuntu können theoretisch zwar ebenfalls per Upgrade erneuert werden, jedoch ist das nicht die empfohlene Vorgehensweise, sondern kann zu Problemen führen, bis hin zum Systemcrash. Auch wenn ich selbst schon Xubuntu erfolgreich und problemlos per Upgrade hochgezogen habe, sollte das ein „Normal-User“ nicht unbedingt machen…..
„Rolling Releases“ sind aber nun speziell dafür ausgelegt, dass man eben keine Neuinstallation bei Erscheinen eines neuen Releases der Distribution ausführt, sondern per Upgrade die vorhandene Installation beibehält und nur aktualisiert.

Seit Kurzem ist nun „Manjaro-Linux“ in aller Munde. Manjaro ist eine Abwandlung von Arch-Linux und ist eben ein solches Rolling Release, was es für mich interessant machte. Als ich von der neuen Version gelesen habe, und dass ein deutsches Entwicklerteam dahintersteht – und vor allem, dass es so toll sein sollte und Ubuntu den Rang streitig machen könnte (das wurde in diversen Artikel tatsächlich behauptet), musste ich das natürlich testen.

Ich hatte also im Januar die Manjaro Version 0.8.8 als 64bit-Version heruntergeladen. Heute kam ich dann endlich zum Test.

Die Installation von Manjaro war problemlos, der grafische Installer führt einen (wie gewohnt) durch die Installation. Beim Neustart – also dem ersten richtigen Start der installierten Manjaro-Version, war auch alles schick – der Start war sogar überraschend schnell auf meinem älteren Esprimo P5625.
Nur leider klappt das mit dem Deutsch noch nicht so ganz. Ach da kommt ja eine Meldung – es sind Sprachpakete verfügbar. Okay… also her damit. Ach nein, das System ist nicht auf dem aktuellsten Stand. Logisch. Ist ja frisch installiert – und die ISO dürfte vom November sein.
208 Aktualisierungen – okay – wenns denn sein muss. Aber die Downloadgröße von rund 460 MB brachte mich noch kurz ins Überlegen – schliesslich habe ich hier LTE und eine Trafficbegrenzung, die wir schon im letzten Monat fast erreicht hätten. Aber gut – ich will dieses System testen und wissen, ob ich es empfehlen kann. Also Download.

Die 208 Aktualisierungen wurden heruntergeladen und installiert. Doch halt – ein Fehler bei der Installation.

manjaro-error

Tja, und das wars dann. Mehrfacher Versuch, die Updates zu installieren, mehrfacher Versuch, den Pamac Paketmanager zu öffnen – und jedesmal Fehler Fehler Fehler. Im deutschen Manjaro-Forum hat sowas niemand beschrieben, und der „Normale Anwender“ schlägt sich mit englischen Foren nicht herum. Mein Anliegen ist es ja gerade, Manjaro als Anwender und nicht als SysAdmin zu testen. (Update:  Ich habe mich dann doch im Forum registriert und mal nachgefragt…. der Thread ist noch offen)

Durch diesen Fehler gibts also keine ordentliche deutsche Sprachunterstützung, denn die lässt sich nicht installieren. Die Softwareauswahl sieht ebenfalls mehr als traurig aus. Wer die Softwareverwaltung von Ubuntu kennt, der hat hier keine Chance, etwa ein paar simple Spiele aus den Repositories zu installieren, denn wer kennt schon die Paketnamen von Software?

Liebe Linux-Entwickler – und damit meine ich Euch alle, die ihr noch auf die alten Paketverwaltungen setzt-  mir ist klar, dass es alteingefahrene Wege sind. Doch der Normal-User kann damit nix anfangen. Genau wie die ganzen Wiki-Seiten, die nur zum geringsten Teil in Deutsch sind. Und dann soll da ein deutsches Team hinter der Entwicklung von Manjaro stehen?

Ich bin überzeugter Linux-Nutzer, und mein Beruf als IT-Admin eines Windoofs-Netzes zeigt mir täglich erneut, wie schön es doch ist, wenn man Linux nutzt. Aber – liebe Linux-Entwicklerteams – Ihr müsst endlich anfangen, anwenderfreundliche Systeme zu machen, die jedermann zu Hause einsetzen kann, ohne sich in die Tiefen der Shell zu begeben.
Ubuntus Softwareverwaltung ist z.B. der richtige Weg. Ein Xubuntu oder ein Linux Mint Cimarron kann ich bedenkenlos jedem Home-User empfehlen. Na gut… wenn die Upgrade-Problematik nicht wäre…..

Damit Linux den Windows-Systemen den Rang ablaufen kann, muss es erstmal ein simples System für Home-User geben. Manjaro hat den Ansatz dazu – aber mit dieser Paketverwaltung und derartigen Update-Fehlern kann es das nicht sein.

Update, 03.02.2014:

Inzwischen läuft Manjaro auf meinem Rechner. Das aber nur, dank des Manjaro-Forums, wo man mir relativ schnell klarmachte, dass man nur mit der grafischen Oberfläche nicht weit kommt. Schade eigentlich, aber andererseits ist pacman auf der Kommandozeile ein sehr mächtiges Tool.
Der Fehler bei der Installation lag also an einem veralteten Repository-Server, oder an der veralteten Config-Datei von pacman. Nun ist es ja aber so, dass die ISO schon im November herauskam – jetzt haben wir Februar. Sollte man nicht meinen, dass da schon andere Leute drüber gestolpert sind? Denn wenn der Server veraltete Pakete hat, dann muss er die ja schon vor dem Erscheinen der ISO gehabt haben, denn die sind ja neuer…..  sowas ist mir unverständlich.
Aber gut, Manjaro läuft – und das sogar recht flott auf meinem etwas älteren Esprimo Testrechner. Einzig die Softwareverwaltung bleibt ein Kritikpunkt in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Suche nach Software.

Technische Ressourcen zum Supportende von Windows XP

Nun wird es langsam Zeit, sich von Windows XP zu verabschieden. Im April läuft der Support endgültig aus – und damit auch die Patchunterstützung. Sicher kann man XP danach auch noch weiterbetreiben, aber es wird für Internetanwendungen immer unsicherer und auch für alles andere immer instabiler.

Für alle, die sich jetzt (erst) mit dem Thema Umstellung/Migration befassen, gibt es im Microsoft Technet eine neue Infoseite. Dort finden Interessierte viele hilfreiche Ressourcen rund um die Migration auf eine neuere Windows-Version.
http://technet.microsoft.com/de-de/bb291022?it_product=windows-client&it_topic=xp-supportende

Die Frage ist natürlich, ob man sich eine neue Windows-Version antun will 😉
Wir haben zu Hause nur noch Linux im Einsatz; meine Frau hat Ubuntu LTS – und ich wechlse auf verschiedenen Rechnern immer mal wieder durch. Aktuell laufen Mint und Xubuntu in der aktuellsten Version. Daneben will ich demnächst noch Manjaro testen, das mir mit seiner Rolling-Release-Idee entgegenkommt. Denn ich bin ja immer hin und hergerissen zwischen Release-Upgrades und Neuinstallation. Denn so schön und sauber eine Neuinstallation ist, so aufwändig ist es doch immer wieder, die ganzen Programme nachzuinstallieren (wäre ja nicht sooo schlimm) – und vor allem dann noch die ganzen Einstellungen wieder vorzunehmen – bis alles wieder so ist, wie es sein sollte. Die Datenübernahme ist ja nix besonderes; Sicherung – und Sicherung zurückspielen…..

Windows 8.1 habe ich mir gestern das erstemal so richtig gegeben, da wir hier zwei Ultrabooks für die Geschäftsleitung konfigurieren mussten. Mein Kommentar zu Win 8.1 sind eigentlich nur zwei Worte:  AU WEIA!

Und wieder frage ich mich, wie Microsoft mit solchen Betrübssystemen Geld verdienen kann. Oder wäre die Frage eher, wie man sich freiwillig sowas antun kann?
Whatever – ich will das nicht.
Und im Bekannten- und Freundeskreis mehren sich ebenfalls die Anfragen nach Linux.

Prism-Break

Sag NEIN zu globalen Spionageprogrammen wie PRISM oder Tempora.
Stopp die Verfolgung Deiner Onlineaktivitäten durch Regierungen mit diesen freien Alternativen zu proprietärer Software.

https://prism-break.org/#de

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Gute Beschreibung dazu auch in diesem Blog, so dass ich mir weiteres an dieser Stelle einfach mal spare 😉

www.deesaster.org

E-Mails verschlüsseln als Protest

Was wäre, wenn E-Mail-Verschlüsselung normal wäre? Wenn jeder seine E-Mails verschlüsseln würde?

Genau! Die ganzen Abhörjunkies hätten ein echtes Problem. Also machen wir das doch einfach. E-Mail-Verschlüsselung als Protest gegen die ganzen Abhör- und Lauschprogramme.

Klingt einfach? Ist es leider nicht so ganz. Trotzdem sollte Verschlüsselung normal werden – idealerweise über ein zentrales Trustcenter. Bei den deutschen Behörden wäre das alles kein Problem, da gibt es das bereits seit langem. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) ist oberstes Trustcenter für alle Behörden in Deutschland. Egal, was in den einzelnen Bundesländern noch an Unterorganisationen existiert, die verschlüsselte Kommunikation zwischen Behörden IST möglich. Mit S/MIME.

Ausserhalb des öffentlichen Bereiches ist es leider nicht so einfach. Könnte es aber. Es könnte nämlich genau so sein, wie bei Behörden. Aber nein, da wird ja mit DE-Mail herumgepfuscht, welches nach der jetzigen Bespitzelungsaffaire endgültig in die Unglaubwürdigkeit abgerutscht ist. „Wenn die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, dann werden sie auch genutzt!“ — und bei DE-Mail ist es technisch möglich, die verschlüsselte Mail auf dem Transportweg zu entschlüsseln. Nun wissen wir auch, warum das kein Bug, sondern ein Feature ist.

Nein, privat muss man schon auf PGP zurückgreifen. Leider für viele ein Buch mit 7 Siegeln, auch wenn es eigentlich gar nicht so kompliziert ist.

Ich habe beruflich beides im Einsatz – S/MIME-Zertifkate wie auch PGP, aber mit PGP werd ich trotzdem nicht richtig warm. Vielleicht liegt es an dem Einsatz der Software „Desktop-PGP“, welche mir vorgegeben wurde und die nicht wirklich mit S/MIME gleichzeitig zusammenarbeiten kann. Ganz abgesehen von dem Chaos, das es dann zusammen mit  Windows 7 und Outlook 2010 anrichtet.

Wir brauchen eine einheitliche Basis für Verschlüsselung und Signatur. Nur dann wird ein Schuh draus. DE-Mail ist es sicher nicht.

Verschlüsselung der Kommunikation ist ein Protest. Und sicher. Und sollte normal sein. Also los, worauf warten wir noch?

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/so-verschluesseln-sie-ihre-e-mails-mit-openpgp-a-909316.html

http://www.verbraucher-sicher-online.de/thema/e-mail-verschluesselung

http://wiki.piratenpartei.de/HowTo_Emails_verschl%C3%BCsseln_mit_PGP_mit_Thunderbird

 

24.07.2013:   Ergänzungslink

Verschlüsselte Mails mittels Thunderbird

Netzwerk Monitoring leichtgemacht

Schon immer war es mehr oder weniger aufwändig, sein Netz, bzw. die Netzwerkkomponenten ordentlich zu monitoren. An die früheren Zeiten mit telnet auf die Switche und Hubs will ich gar nicht zurückdenken.

Heute nutzt man Monitoring-Programme, die es wie Sand am Meeer im Web gibt – Freeware, Shareware und kostenpflichtige Vollversionen. Aus der Vielzahl dieser Programme das Richtige herauszufinden, ist eine mühsame Sache. Vor einigen Jahren stieß ich bei Recherchen bereits auf den PRTG-Network-Monitor, der in einer abgespeckten Version als Freeware erhältlich ist oder eben nach Anzahl der Sensoren, also der zu überwachenden Geräte, dann kostenpflichtig ist.

Natürlich habe ich auch einige andere Tools zur Netzwerküberwachung oder zum Monitoring bei Bedarf im Einsatz oder einfach nur getestet, das einzige, was seit Jahren aber schon ständig mitläuft und einzelne Netzwerkkomponenten dauerhaft monitort, ist der PRTG.

Früher auf einem Server, heute auf einem speziellen Netzwerk-Monitoring-PC installiert, lassen sich auf einfachste Art und Weise Sensoren erstellen, die dann ebenfalls wieder auf einfachste Art und Weise auszuwerten sind. Netzwerktraffic ist hierbei mein vorderstes Ziel, aber auch Server-Health oder Festplattennutzung der Server ist ein interessantes Monitoring-Feld.

Wer also ein solches Tool sucht, ist mit PRTG sicher nicht falsch beraten. Und wenn ich mit diesem Blogeintrag jetzt noch 30 anstelle der üblichen 10 freien Sensoren in der Freeware bekomme, dann will ich ja gar nix anderes mehr einsetzen 🙂

Webserver Last Test

 

Update 19.09.2013:

Testbericht bei CloudComputing Insider

Spielen statt Ballern!

Wie wär’s denn, wenn Ihr mal auf die unsägliche Knallerei zu Silvester verzichten würdet? Wir denken bei so einem Aufruf natürlich in erster Linie an die Tiere, die tatsächlich unter einem enormen Stress leiden! Nicht nur die Haustiere in den Städten sondern auch die Tier auf dem Dorf – Hunde, Katzen, Kühe, Pferde, Schweine….  und natürlich alle Wildtiere. Dieser Lärm ist Stress, das kann man drehen und wenden wie man will.

Der finanzielle Vorteil ist natürlich auch nicht zu übersehen – und der Feinstaub erst…. *hüstel* ….

Wer auf sein Feuerwerk überhaupt nicht verzichten kann, der kann das ja am PC machen 😉

Pyro Tyocoon:  http://www.freeware.de/download/pyro-tycoon_55885.html