Roadbook Assistant

Seit mehreren Jahren schon bin ich auf der Suche nach einer günstigen und vor allem brauchbaren Software zur Erstellung von Roadbooks für Orientierungsfahrten. Okay – die letzten Jahre hab‘ ich die Suche schon so gut wie aufgegeben, nachdem ich einfach nichts brauchbares gefunden habe.

Nachdem ich zusammen mit der Tollsten aller Frauen  dabei war, das  Roadbook für die Osterhasensuchfahrt unseres Geländewagenvereins zu erstellen,  fand sie im Netz doch glatt  ein Programm, das lt. Beschreibung den Anforderungen recht nahe kam.
Also hab ich den Roadbook Assistant als Shareware-Version heruntergeladen und ausprobiert.

Fazit: Empfehlenswert! Verbesserungen noch möglich.

 

Update 06.11.09:
Es gibt seit kurzem eine neue Version – siehe Screenshot. Diese werde ich bei Gelegenheit testen und dann gibts hier wieder einen kleinen Bericht!

 

 

.

Was mir zuerst positiv auffiel war die Tatsache, daß das Programm in Deutsch ist, und dass die Beschreibung verspricht, daß man eigene Grafiken einbinden kann, was ja auch der Fall ist.

Nachdem wir ja kein Roadbook für eine offizielle Rallye-Veranstaltung oder sowas machen, brauchts immer mal ein paar „lustige“ oder eben auch zusätzliche Symbole, die eingebunden werden sollen. Mit einem Grafikprogramm kein Problem: Bild auswählen, auf entsprechendes Format bringen (meist 40×40 Pixel) und als png-Datei im entsprechenden Unterverzeichnis speichern. Nach einem Neustart des Programms stehen diese dann zur Verfügung.

Das war ein wenig fummelig, da es keine Dokumentation oder Hilfe dazu gibt, was einer der wenigen echten Minuspunkte für das Programm ist. Schade für PC-Newbies, die haben da wohl kaum eine Chance. Allerdings muss man auch sagen, daß die vorhandenen mitgelieferten Symbole und Verkehrsschilder für den Normalanwender ausreichend sind. Aber gerade die kleinen individuellen Dinge sind es ja, die solche Roadbooks zu etwas ganz Besonderem werden lassen.

Ähnlich dürfte es übrigens auch mit Hintergrundbildern funktionieren, die habe ich aber nicht gebraucht.

Ein zweiter großer Learning-by-Doing-Prozess war die Entfernungsangabe.  Da wir vor allem im Bereich von hunderten von Metern unterwegs waren, tippte ich natürlich immer brav 200,     350, usw. ein. Beim Ausdruck erst konnte man erkennen, dass das nun Kilometer waren, also 200,000 – und drei Nachkommastellen im Hundertmeterbereich sind ja albern 🙂 Daher änderte ich zuletzt noch rund 200 Zeilen und Entfernungsangaben auf 0,200 u.ä. ab. Dann jedenfalls klappts auch mit dem Ausdruck!

Text ist eigentlich genügend einzugeben – rechts in dem Seitenfeld. Schön wäre eine Funktion um freien Text in einer Zwischenzeile eintippen zu können, um z.B. Fragen oder Aufgaben während der Tour zu dokumentieren. Auch Sehenswürdigkeiten oder ähnliches wären so zu beschreiben. Nunja. Man kann nicht alles haben.

Beinahe genial hingegen ist die Malerei mit den Streckenpfeilen. Vorgefertigte Muster, die zu ändern sind, einzeln klickbare Striche in verschiedenen Stärken und und und. Schräg ziehen, verkleinern, kürzen, verlängern, individuelle Pfeile – hier ist alles möglich – nur eines nicht. Rundungen. Zwei, drei Streckenabschnitte hatten wir mit runden Spitzkehren, in denen Wege abzweigten – die waren dann halt nur eckig darstellbar. Geht auch!

K ommen wir zur Speicherfunktion. Kein Problem – wie in jedem Programm…? Halt. Gerade gespeichet, aber beim erneuten Speicherdialog ist mein bereits gespeicherter Entwurf nicht zu sehen? Ja, die Dateiendung wird nicht automatisch vergeben. Das Programm zeigt aber nur „*.rb“-Dateien an. Mein Roadbook hat keine Endung. Also per Hand die  Endung .rb dran und alles ist gut. Könnte Neulinge auch etwas in den Wahnsinn treiben.

Schliesslich eine der wichtigsten Funktionen, das Drucken:
Hier muss ich dem Autor unterstellen, an der Programmierung gespart zu haben. Okay, das Roadbook lässt sich in verschiedenen Formaten drucken, die letztendlich so unterschiedlich nicht sind. Ausprobieren hilft, die richtige Formatvorgabe zu wählen. Nur…. Seite 1 oder Seite 1-2, wie es in den Standard-Druckfunktionen angeboten wird, funktioniert nicht. Es wird jedesmal alles gedruckt!

Interessant auch, daß auf ein A4-Papier weniger Streckenzeichen gedruckt werden, als auf A5 oder auf das Touratech-Format. Man kann zwar auch ein benutzerdefiniertes Format angeben, jedoch brachte mich das auch ncith wirklich weiter. Hier würde ich mir wünschen, etwas individuellere Druckeinstellungen vorzufinden, bei denen man beispielsweise die Größe und/oder Anzahl der Zeilen und Spalten auf einem Blatt selbst definieren kann.

Okay, ich habe mir damit beholfen, im vorgegeben A5-Format zu drucken und meinem Laserdrucker zu sagen, er solle zwei Seiten auf ein Blatt drucken, womit ein zweispaltiges Roadbook auf einem A4-Blatt herauskam. Das war okay so, aber halt getrickst.

Mein Fazit ist also, dass dieses Programm absolut empfehlenswert ist, da es der individuellen Gestaltung wenig Grenzen setzt, alles bietet, was man so braucht und zusätzlich noch einen Touratech-Import anbietet. Sollte der Autor noch Lust haben, könnten noch einige Verbesserungen dazukommen, aber das ist okay. Ich werde das Programm wohl offiziell lizensieren, denn 25 Euro (aktuell) sind  nicht zuviel und es taugt definitiv nicht nur für Motorradfahrer sondern auch für uns Offroader!

Roadbook Assistant von Ingo Wenzel

.

.

Noch ein kleiner Hinweis:
Natürlich fahren wir  mit den Allradlern auf unseren Orientierungsfahrten nicht nur auf Teerstraßen – dies ist sogar eher die Ausnahme. Aber ebenso natürlich fahren wir auch keine gesperrten Wege sondern nur öffentliche Schotterpisten. Ja, die gibt es sogar in Deutschland!

Chris‘ Blog zur Osterfahrt

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s