News – anders betrachtet

Nachrichtenmeldungen sind in der heutigen Zeit ja sehr schnell wieder überholt. Was gestern noch in den Himmel gehoben wurde, ist morgen bereits wieder vergessen  und wurde ja ohnehin nie als Erfolg eingestuft 😀

Whatever – ich habe ja immer auch so meine eigene Sicht der Dinge, die ich Euch heute einmal an ein paar ausgewählten Nachrichten „demonstriere“ 😉

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Debatte um Datenschutzposten in Schleswig Holstein:
Ja nee, is klar. Thilo Weichert, oberster Datenschützer in Schleswig-Holstein ist unbequem. Da muss er weg. Wie kann er auch nur gegen die Vorratsdatenspeicherung argumentieren? Das geht ihn doch gar nix an, das betrifft Schleswig-Holstein ja nur am Rande. Nee, weg mit dem Kerl – lieber einen Duckmäuser und Hörigen einstellen, der nicht immer dagegen redet, wenn wir den Überwachungsstaat realiseren wollen!

EU-Kommission: Stromfressern im Haushalt geht es an den Kragen:
Alle Welt redet von Umweltschutz und Stromsparen – passieren tut aber nix. Der Gesetzgeber ist unfähig die Vorschriften für energiesparende Geräte anzupassen, bzw. festzuschreiben. Lieber werden unsinnigerweise Glühbirnen verboten, was vielleicht Strom sparen mag, aber dafür eine viel höhere Umweltbelastung bedeutet.
Hier hat nun endlich mal jemand den Arsch in der Hose, und setzt Vorschriften in  Kraft, damit nur noch sparsame Geräte verkauft werden. Aber moment mal…. das soll ja erst 2010/2013 passieren…  bis 2020 will man den CO2-Ausstoß um 20 % reduzieren…. CO2-Ausstoß von Kühlschränken und Waschmaschinen? Bitte? Aha.. den CO2-Ausstoß der Kraftwerke zur Energieerzeugung? Indem man energiesparende Geräte einsetzt, aber auf der anderen Seite erhöhten Produktionsaufwand hat? Ich will Energie sparen, ja. Aber schaffe ich es damit wirklich, den CO2-Ausstoß zu reduzieren? Müsste man da nicht wo ganz wo anders ansetzen? Das klingt doch schon wieder alles nach Verarsche.
Und wieso soll es Vorschriften für Hausgeräte geben, aber  nicht für Autos? Wo bleiben die Vorschriften für sparsame Autos? Wieso gehts hier wieder nur um den CO2-Ausstoß und nicht um die Spritfresser? Statt dessen setzt man auf blödsinnige elektronische Hilfen zur Fahrstabilität, wenn der Fahrer zu schnell ist oder zu doof.  ESP soll Pflicht werden, oder ist es nun schon – aber unsinnige Spritfresser wie der Porsche Cayenne oder der Audi Q7, die nun wirklich keiner braucht, werden vermutlich noch steuerbefreit.

Plattformübergreifendes E-Mail-Diagnose-Tool von Google:
MIEP – MIEP – MIEP – RED ALERT – MIEP – MIEP – MIEP – RED ALERT – MIEP – MIEP
Sorry, aber da gehen bei mir doch sämtliche Alarmglocken an. Google, die olle Datenkrake will Zugriff auf meine E-Mail-Konfigurationsdaten und damit in einem eigenen Programm Verbindung zu den Mailservern aufbauen? Hallo? Gehts noch?
Wer dieses Programm benutzt, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.

Zwitschernder Google-Konkurrent:
Google (so wie hier gemeint) ist bekanntermassen eine Suchmaschine. Twitter ist ein Kurznachrichtendienst im Internet. Eine Art SMS, die dauerhaft gespeichert wird und von jedermann abgerufen werden kann. IMHO völliger Blödsinn. Trotzdem hat sich Twitter durchgesetzt, nicht zuletzt durch den Medienhype. Ich twittere nicht – und ich bin stolz drauf, nicht jeden Mist mitzumachen. Letztendlich hat Twitter keinerlei sichergestellten Informationsgehalt. Was interessiert mich, ob jemand in China gerade einen Sack Reis umschmeisst? Und so ein Dienst soll Konkurrenz zu  der größten Suchmaschinen im Internet werden? Liebe Heise-Redakteure – träumt weiter.
Es mag sein, daß die Twitter-Suche in sich selbst schneller und aktueller ist – aber will Google da überhaupt suchen? Ich würde das nicht wollen 🙂

Kundendaten der Telekom für die Rasterfahndung:
Ja nee, is klar. Wozu nach Datenschutz fragen, wenn die Daten doch vor der Nase liegen und die Telekom es noch nie so genau genommen hat, mit dem Datenschutz? Datenschutz? Was ist das eigentlich? Das behindert nur unsere Fahndung nach Terroristen. Wir müssen alles wissen, wir müssen alle Daten haben. Los, her damit.
Einfach irre, was die sich rausnehmen.
BKA: Keine Rasterfahndung mit Telekom-Kundendaten:
Wer.. WIR ??? Nein – wir doch nicht. Würden wir nie tun – und ausserdem wars nur ein bisschen, wirklich – nur ein klitzekleines bisschen Daten…
Schon klar. Ich glaube Euch alles. *rotfl*

Deutsche Telekom überprüft Investitionen für Breitband-Ausbau:
Prima. Die Bundesnetzagentur senkt den Mietpreis für die Leitungen der Telekom um 30 Cent. Das gefällt der Telekom, kann sie doch jetzt jammern und zetern und die geplanten (?) Ausgaben nochmal auf den Prüfstand stellen. Wir wissen schon jetzt was dabei herauskommt. Der Breitbandausbau in den ländlichen Regionen ist zu kostspielig und kann auf keinen Fall von der Telekom selbst finanziert werden. Also lieber Staat… entweder zahlst Du dafür, daß die Landbewohner auch schnelles DSL bekommen, oder Deine großen Ankündigungen lösen sich in Luft auf…

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